Hawaii: Kauai
27.05.2016: Mit dem Katamaran zur Na Pali Coast
Für heute hatten wir etwas ganz spezielles geplant. Wir buchten eine Tour mit einem Katamaran zur Na Pali Coast. Da wir ja wegen fehlender Bewilligung nicht hinwandern konnten, wollten wir uns die riesige Küste wenigstens vom Wasser aus ansehen. Frühmorgens ging es los, der Katamaran fuhr zur unserer Erleichterung aber ziemlich ruhig. Dies hatten wir auch dem wunderbaren Wetter und dem ruhigen Wellengang zu verdanken. Auf dem Weg zur Coast hielten wir im kristallklaren Wasser und sahen mehrere Schwärme Delfine. Die Delfine schwammen rund um das Boot herum, das war unglaublich. Die Fahrt führte weiter zu den riesigen, grünen Felsen der Küste mit diversen Höhlen und versteckten Stränden.
Etwa in der Hälfte der Tour konnten wir noch selber ins Wasser um zu schnorcheln. Wir sahen viele Fische und sogar eine der riesigen Schildkröten. Auf der Rückfahrt war die See dann etwas rauh, wo uns kurzzeitig etwas mulmig in der Magengegend wurde. Doch wir hielten es aus und kamen heil wieder an Land an.
Auf dem Heimweg machten wir nochmal eine kürzere Wanderung im Canyon. Diese war wieder etwas steil, was wir nach der gestrigen Wanderung und der Bootstour vom morgen dann ziemlich in den Knochen spürten. Am Abend besuchten wir noch einen kleinen Markt in Hanapepe. Dieser war sehr gemütlich und zeigte uns wieder eine sehr einheimische Seite von Kauai.
26.05.2016: Waimea Canyon
Heute hatten wir wieder grosses vor. Wir fuhren auf die andere Seite der Insel, in den Waimea Canyon. Dies ist ein riesiger Nationalpark. Nach einer längeren Fahrt und diversen Stopps bei Aussichtspunkten begannen wir unsere Wanderung. Diese Wanderung war aber genau umgekehrt als unsere anderen Wanderungen. Es ging gleich von Beginn an steil abwärts. Wie sich herausstellte fast für die ganzen 5km. Das Ende der Wanderung führte uns zu einer Spitze des Canyons, die immer noch sehr sehr hoch war. Wir liefen also 5km hinunter auf einen sehr hohen Berg. Die Aussicht war einfach traumhaft. Nun mussten wir aber noch die ganzen 5km wieder zum Auto zurück, dieses Mal natürlich steil aufwärts. Der Weg war vorher schon schlammig, doch auf dem Rückweg regnete es noch leicht, was die Angelegenheit nicht einfacher machte (siehe Bilder).
Auf dem Heimweg hielten wir noch in einer bekannten, lokalen Bäckerei und erholten uns bei Kaffee und Kuchen.
25.05.2016: Kayak auf dem Wailua River
Nach den Strapazen von gestern schliefen wir heute ein wenig aus und gingen den Tag gemütlich an. Um die Mittagszeit fuhren wir zu einer Kayak-Vermietung ganz in der Nähe unserer Unterkunft. Wir bekamen mit Glück noch ein freies Kayak und starteten sogleich in Richtung des sogenannten Secret Waterfall, einem verstecktem Wasserfall. 40 Minuten paddeln bis zur Anlagestelle waren ganz schön anstrengend. Nun ging es zu Fuss weiter, eine kurze Wanderung zum Wasserfall. Das Gelände war aber viel einfacher als gestern. Der Wasserfall war sehr schön, obwohl uns die vielen GoPro Kamera-Touristen ganz schön nervten. Nun mussten wir noch den ganzen Weg wieder zurück. Vor allem mit dem Kayak zog sich der Rückweg ziemlich hin.
Am späteren Nachmittag erkundeten wir die Stadt Lihue mit dem Auto ein wenig. Wir fuhren noch zu einem schönen Aussichtspunkt. In der Altstadt holten wir einen sehr feinen, mexikanischen Znacht.
24.05.2016: Dschungel-Wanderung
Heute sind wir sehr früh aufgestanden um die nächste Wanderung zu machen. Wir fuhren ganz ans obere Ende der Insel, nach Hanalei. Irgendwann hörte die Strasse auf und von da an ging es zu Fuss weiter. Die Wanderung führte entlang der berühmten Napali Coast. Dieser Teil der Insel ist absolut abgelegen und nur zu Fuss erreichbar. Der Weg war extrem nass und schlammig. Teilweise auch sehr schwierig, da wir über diverse Felsen klettern mussten, die sehr rutschig waren. Nach 2 Meilen erreichten wir den Hanakapiai Beach. Dort kehren die meisten Wanderer dann um. Wir wollten noch weiter, allerdings braucht es ab diesem Punkt eine Bewilligung um weiter zu wandern, welche man über ein Jahr im Voraus beantragen muss. Diese hatten wir natürlich nicht, was sehr schade war. Aber wir mussten die Regeln respektieren, da wir gehört haben, dass beim Betreten dieses Teils hohe Bussen ausgesprochen werden.
Da wir aber noch Kraft hatten, machten wir vom Beach aus einen Abstecher in den Dschungel, der ebenfalls nochmals zwei Meilen lang war. Dieser Weg war noch schwieriger und beinhaltete sogar 5 Fluss-Überquerungen. Völlig verschwitzt und dreckig erreichten wir den Wasserfall, der fast 100m hoch war. Die Mühe hatte sich gelohnt. Der Rückweg war natürlich auch dementsprechend hart, zu allem Übel begann es noch zu regnen. 6 Stunden waren wir insgesamt unterwegs, 12km hin und zurück gewandert. Dementsprechend müde kamen wir wieder beim Auto an.
Am späteren Nachmittag sahen wir uns noch etwas diesen Teil der Insel an, vor allem die kleine Stadt Princeville. Dies ist eine exklusive Gegend, mit vielen Villen und Resorts. Wir schauten uns noch zwei Strände in der Gegend an.
23.05.2016: Erstes Kennenlernen mit Kauai
Nach einer ersten, ruhigen Nacht in Kauai waren wir nun bereit die Insel kennen zu lernen. Auf einem erhöhten Punkt erhält man eine bessere Übersicht, daher war es naheliegend, die nächste Wanderung auf einen Berg zu machen. Am Morgen machten wir also den Nounou-Wanderweg. Der Aufstieg dauerte etwa eine Stunde. Dort war der Weg offiziell zu Ende. Jedoch ging er noch weiter auf die Bergspitze, dieser Weg war jedoch auf eigene Gefahr (was uns natürlich nicht aufhielt). Bis auf ein paar kleine Kletterpartien war es aber absolut machbar. Am Schluss entdeckten wir noch eine sehr schöne Höhle. Auf den darüber liegenden Felsen wollten wir jedoch nicht klettern, die Höhe war sonst schon genug furchteinflössend.
Am Nachmittag wollten wir unser neues Spielzeug (Jeep Mietauto) ein erstes Mal auf Herz und Nieren testen. Dazu suchten wir eine 4WD-Strecke und stellten ihn vor grosse Herausforderungen, inklusive Fluss-Überquerung. Dies machte sehr viel Spass.
Den Rest vom Tag erkundeten wir mit dem nun sehr dreckigen Jeep die Insel. Wir fuhren in den Süden, nach Poipu. Ein wunderbarer Fleck, mit vielen Resorts und schönen Stränden. Am Poipu Beach konnten wir einen Seehund aus der Nähe beobachten!
22.05.2016: Transfer und Ankunft in Kauai
Unser Flug Richtung Kauai startete am Mittag, von daher waren wir nicht so sehr in Eile. Der Flug dauerte auch nur 40 Minuten, das reichte nicht für ein Zmorge oder Zmittag an Board. Nach der Landung holten wir unser nächstes Mietauto ab. Der Jeep war bereit für unsere kommenden Abenteuer und weckte den kleinen Jungen in mir.
Als erstes fuhren wir gleich in die kleine Stadt Lihue um den Zmittag nachzuholen. In einer gemütlichen Hamburger-Bude kamen wir auf unsere Kosten. Anschliessend fuhren wir zu unserer nächsten Airbnb-Unterkunft, welche wieder einmal mehr nicht einfach zu finden war. Ein kleines, aber gemütliches Studio, mitten in tropischen Pflanzen. Der Rest vom Nachmittag entspannten wir eher und gingen einkaufen in einen nahe gelegenen Laden.