Hawaii: Molokai
11.06.2016: Kein Zutritt zum Ende der Welt
An unserem ersten und einzigen ganzen Tag in Molokai wollten wir nach Kalaupapa hinunter wandern. Kalaupapa ist ein völlig isoliertes Dörfchen, welches nur über einen steilen Weg entlang der Klippen erreichbar ist. Leider lasen wir erst am Abend vorher, dass wir für die Wanderung (schon wieder!) eine Bewilligung brauchen. Wir versuchten dann noch am Morgen jemanden zu anzurufen, aber leider erreichten wir niemand der uns die Bewilligung geben konnte. Wir fuhren trotzdem hin und “übersahen” ein Kein Zutritt-Schild. Nach einer Weile kam dann ein weiteres Schild, wo der Weg offiziell begann. Dort stand dann, dass wenn man weiter geht 500 Dollar Busse und sogar mit Gefängnis rechnen muss. Die Regierung will die Privatsphäre der Leute in dem Dorf schützen, dies mussten wir respektieren und kehrten also hier um.
Etwas enttäuscht schauten wir uns einen Park in der Nähe an. Dort hatte es einen Aussichtspunkt auf das Dorf hinunter und einen Stein, der eine ganz spezielle Form hat (siehe Bild, sollte offensichtlich sein ;-))
Am Nachmittag fuhren wir mit unserem Jeep etwas um die Insel und wanderten einen Teil zu Fuss an den südwestlichsten Teil der Insel. Unterwegs entdeckten wir einige, menschenleere Strände. Hier könnte man den Strand für sich ganz alleine geniessen. Allerdings hatte es gefährlich hohe Wellen und starker Wind. Wir erkundeten zudem ein Resort, welches gebaut wurde, aber nachher ungenutzt blieb. Auch dort war der Strand sehr schön, der perfekte Ort um ein Resort zu bauen. Warum es ungenutzt blieb, wissen wir nicht.
Am Abend fuhren wir noch etwas durchs Dorf und holten Burger im einem der drei(!) Restaurants. Die Häuser im Dorf sind teils ziemlich alt und nicht mehr gut im Stand. Etwa 20% der Bevölkerung auf Molokai ist arbeitslos. Dies sieht man auch an den zum Teil sehr alten und wenigen Autos, die auf der Strasse rumfahren. Und auch an den Autos, die einfach irgendwo stehen gelassen wurden.
10.06.2016: Transfer und Ankunft in Molokai
Schweren Herzens verliessen wir heute Morgen unsere kleine Wohnung in Maui. Den heutigen Transfer auf die nächste Insel sollte aber etwas speziell werden, wir haben einen ganz kleinen Flieger gebucht, Mokulele Airlines. Ohne jeglichen Sicherheitscheck stiegen wir in den Flieger ein, wo man Platzangst bekommen könnte. Wir konnten dem Piloten gleich über die Schulter schauen, was uns aber eigentlich nicht gerade beruhigte. Etwas holprig ging es dann los, sobald der Flieger dann aber die Flughöhe erreicht hat, war es eigentlich ganz gemütlich. Die Landung war dann wieder etwas furchteinflössend.
Am kleinen Flughafen angekommen, holten wir unser Mietauto ab. Wir bekamen wieder einen Jeep. Dieser sollte auch gleich wieder einen Test erfahren, wir fuhren zu einem Aussichtspunkt, über Stock und Stein durch den Wald. Das Ergebnis sieht man auf dem Bild unten, so hat der Wagen nach nur einer Stunde ausgehen 😉 Der Aussichtspunkt war sehr schön, aber etwas neblig.
Anschliessend fuhren wir erneut einen ganz speziellen Highway runter. Ganz ähnlich wie auf Maui schlängelte sich die Strasse dem Meer entlang. Auf dem Weg sahen wir viel von der Insel, auf der es eigentlich gar nicht soviel gibt. Sie ist überhaupt nicht stark besiedelt und es gibt fast nur Einheimische hier, Touristen sind eher selten. Hier sieht man wohl noch am ehesten wie das hawaiianische Insel-Leben wirklich ist.
Am Ende vom Nachmittag bezogen wir unser kleines, aber sehr gemütliches Hotelzimmer in einem Bungalow. Es ist eine sehr schöne Hotelanlage direkt am Meer.