Kanada
16.07.2016: Calgary Stampede Teil 2
Es regnete schon wieder heute, trotzdem standen wir etwas früher auf und fuhren gleich wieder zum Calgary Stampede in die Stadt zurück. Heute wollten wir eben Tickets für das grosse Rodeo kaufen, welches ebenfalls auf dem Gelände in einer riesigen Arena stattfindet. Zum Glück erwischten wir noch zwei Stehplätze.
Nach dem Mittag ging dann das Rodeo los, wir gingen ganz nach oben auf die Tribüne, das war zwar weit weg, aber dafür hatten wir eine gute Übersicht. Mit einer riesigen Show (Feuerwerk, Nationalhymne, Flaggen) wurde das Rodeo eröffnet. Sogleich ging es dann los mit der ersten Disziplin: Bareback (Rodeo reiten auf einem Pferd ohne Sattel). Der allererste Reiter wurde gleich abgeworfen und vom Pferd überrannt! Er war ziemlich verletzt und musste mit der Barre abtransportiert werden. Nun dachte Martin das geht so weiter, aber die nächsten Reiter hatten mehr Glück und blieben länger auf dem Pferd.
Weiter ging es mit den Disziplinen: Calfroping (einem Kalb hinterher reiten, mit dem Lasso einfangen und Beine zusammenbinden), Steer Wrestling (einen kleinen Stier mit dem Berg jagen, auf ihn draufspringen und zu Boden drücken), Barell Horse Racing (ein Parcour mit dem Pferd so schnell wie möglich zurücklegen), Broncos (Rodeo reiten auf dem Pferd mit Sattel) und natürlich die Königsdisziplin Bull Riding (Rodeo reiten auf dem Stier). Das Rodeo fanden wir super und sehr unterhaltsam, zum Glück war unser Platz unter dem Dach, denn am Schluss regnete es extrem fest.
Nun gingen wir zur anderen Halle von gestern zurück und schauten eine weitere Pferde Show wo verschiedene Rassen präsentiert wurden. Im Anschluss schauten wir nochmal die Heavy Pull Horse, dieses Mal die mittelschweren Pferde.
Wieder war es schon spät und wir noch hungrig. Wir liefen zurück in die Stadt und gingen an der wohl beliebtesten Strasse etwas essen. Da wir den Campingplatz Calgary nicht besonders mochten, haben wir uns für die letzte Nacht im Studentenheim der Universität eingemietet. Dieses vermietet günstige Zimmer über den Sommer, wenn die Studenten weg sind.
15.07.2016: Calgary Stampede Teil 1
Auch heute Morgen regnete es sehr stark, so warteten wir bis nach dem Mittag, bis wir in die Stadt fuhren. Wir fuhren direkt ins Stadtzentrum von Calgary und fanden einen guten Parkplatz. Nach einem kurzen Stopp in einem Hipster-Cafe liefen wir sogleich zum Calgary Stampede Festplatz. Man nehme Olma und Openair St.Gallen kombiniert und füge sehr viele Rössli hinzu, darum geht es etwa beim Stampede. Es ist angeblich das grösste Outdoor-Festival der Welt.
Wir schlenderten durch das riesige Gelände, mit diversen Hallen wo Essen und auch diverse Waren wie Pfannen, Putzmittel etc verkauft werden. Es hatte zudem einen riesigen Jahrmarkt mit vielen Bahnen.
Eher durch Zufall kamen wir in eine Reithalle, wo gerade sogenannte Showriders eine Pferde Show präsentierten. Danach folgte ein Mini Chuckwagon Race, eine Rennen mit kleinen Pferden die ein Wagenrennen machen (sehr herzig). Anschliessend kam die nächste Disziplin Heavy Pull Horses, riesige Pferde die ein Schlitten mit sehr viel Gewicht ziehen müssen. Spätestens jetzt war Lyn im siebten Pferde-Himmel angekommen und war bis zum Schluss nicht dazu imstande, die Halle zu verlassen 😉 Martin hat dafür sehr vieles über Pferde gelernt und sich über die gute Show gefreut.
Zum Schluss assen wir Znacht, auf dem Bild ein riesiges Turkey-Leg (Truthahn-Bein). Inzwischen war es spät geworden und wir fuhren zu unserem Campingplatz am Stadtrand zurück.
14.07.2016: Auf den Spuren der Dinos
Knapp schafften wir wieder einmal die Check-Out Zeit des Campingplatzes. Danach fuhren wir ins Stadtzentrum von Drumheller wo ein 30 Meter hoher Tyrannosaurus Rex aus Fiberglas steht. Durch seinen Bauch führte eine Treppe hinauf bis zu Maul, wo man über die Stadt sehen kann. Dies liessen wir uns nicht entgehen.
Weiter ging es zum Royal Tyrell Museum, einem riesigen Dino-Museum etwas ausserhalb der Stadt. Dieses führte sehr gut durch die einzelnen Zeiten, welche die Erde durchlaufen hat. Bis schliesslich zu den Dinos, denen mit riesigen Skeletten und sehr vielen Fossilien der Hauptteil des Museums gewidmet ist. Wir liessen uns Zeit, Lyn las interessiert die vielen Schilder, Martin hatte Mühe die schwierigen Wörter lesen zu können J und war froh als endlich die grossen Skelette kamen. Das Museum liegt übrigens in mitten der sogenannten Badlands. Einer ganz speziellen Landschaft mit lauter kleinen Hügeln.
Am späteren Nachmittag fuhren wir nach Wayne, einem kleinen Dorf ziemlich ausserhalb von Drumheller, wo gerade noch 28 Leute wohnen. Dort hat es aber einen bekannten Saloon, den Last Chance Saloon. Dort gingen wir eins trinken und assen einen kleinen Snack. Er war ziemlich lustig eingerichtet, aber nicht so Western-mässig wie erwartet. Auf dem Rückweg hielten wir noch bei den Hoodoos, ganz speziellen Steinformationen aus der Vergangenheit.
Nun war es aber Zeit um nach Calgary zu fahren. Wieder eine Nebenstrasse für 2 Stunden fast nur geradeaus. Wir hielten einmal noch bei dem Horseshoe Canyon, einem kleineren Canyon. Bei der Ankunft in Calgary war es schon fast 22 Uhr, so holten wir kurz eine Pizza und checkten beim Campingplatz ein. Aufgrund der kühlen Temperaturen und erneut starkem Regen assen wir diese aber in unserem Camper.
13.07.2016: Elk Island National Park
Eher früh wachten wir heute auf dem Parkplatz auf. Wir fuhren los, in Richtung Elk Island National Park, einem Nationalpark etwa eine Stunde ausserhalb von Edmonton. Auf dem Weg füllten wir unseren Tank und unseren Kühlschrank. Auch den Reifendruck mussten wir nach 3000 Meilen sicherheitshalber kontrollieren.
Im Nationalpark angekommen, fuhren wir gleich zu einem See und machten vor unserem Van ein verspätetes Frühstück. Danach fuhren wir zu einem ersten, kürzeren Wanderweg. Nach den extremen Wanderungen in den Bergen, war diese im Vergleich natürlich etwas unspektakulär. Es war sehr flach, dafür genossen wir das sehr schöne grün, welches doch auf den Bergen manchmal fehlte. Auf dem Weg gab es nicht allzu viel zu sehen, deshalb fuhren wir anschliessend gleich zu einem zweiten Wanderweg. Auch bei diesem gab es nur grün und wenig Aussicht. Wir fuhren mit dem Auto noch eine Schlaufe wo man Bisons sehen könnte, aber diese waren leider extrem weit weg.
So verliessen wir den Park und fuhren los in Richtung Drumheller. Einer kleineren Stadt in der Nähe Calgary, wo man diverse Dinosaurier Spuren fand. Die Nebenstrasse führte 3 Stunden durchs Niemandsland von Kanada und ging praktisch nur geradeaus. So rasten wir ohne Pause 3 Stunden durch, Martin dankt an dieser Stelle dem Erfinder des Tempomats 😉 Etwas später am Abend kamen wir in Drumheller an und checkten gleich bei einem Campingplatz ein. Nun grillierten wir wieder eimal.
12.07.2016: Kayak auf dem Maligne Lake
Heute frühstückten wir wieder mal gemütlich in einem Restaurant in Jasper und im Nu war es bereits Mittag. Nun fuhren wir aber zügig nochmals zum Maligne Lake wo wir bereits vorgestern schon waren. Heute wollten wir aber den See noch mit dem Kayak erkunden.
Gleich beim Start begann es zu regnen und es war nicht gerade warm. Zudem war das Wasser des Bergsees 4 Grad! Zudem hatten wir gewisse Steuerungsprobleme 😉 Unser Kayak wollte einfach nicht geradeaus fahren, wir drifteten immer nach links oder rechts ab. Trotzdem schafften wir es zu einer kleinen Insel hinaus. Auf dem Rückweg regnete es erneut und langsam waren wir durchnässt und durchgefroren. Der Rückweg zog sich hin und wir waren sehr froh zurück an Land. Nun mussten wir uns komplett umziehen, alles war nass.
Wir waren mit dem Kayak ziemlich lange auf dem See und eigentlich wollten wir nun noch nach Edmonton fahren, welches 4 Stunden entfernt ist. Wir fuhren also gleich los. Auf dem Weg sahen wir wilde Elche mit prächtigen Geweih am Strassenrand. Eigentlich darf man nicht aussteigen, aber wie die Fotos beweisen, halten sich nicht gerade viele Leute daran. Wieder gab es ein ziemliches Verkehrschaos.
Vor Edmonton wollten wir immer wieder mal anhalten und einen Campingplatz suchen, am Schluss fuhren wir aber gleich durch, bis anfangs der Stadt. Inzwischen war es spät geworden und wir waren schon zu nahe an der Stadt für einen Campingplatz. So parkten wir unseren Van vor einem Hotel und übernachteten dort.
11.07.2016: Mount Edith Cavall
Der Regen prasselte heute Morgen ziemlich laut auf das Dach unseres Campers, so blieben wir gleich im Auto und frühstückten im Bett. Als der Regen nachliess, fuhren wir zum Mount Edith Cavall, einem bekannten und sehr hohen (3326m) Berg im Jasper National Park. Auf dem Weg dorthin sahen wir plötzlich eine Bärenfamilie direkt vor uns die Strasse überqueren. Erst nur die zwei Babys, dann kam die Mutter auch noch aus dem Gebüsch. Die Bären waren direkt am Strassenrand, daher haben wir sie diesmal besser erwischt auf den Fotos.
Bei der Ankunft beim Berg regnete es bereits wieder leicht und es war ziemlich kühl. Wir schauten uns den Gletscher und den darunterliegenden See an. Danach wollten wir zu einem Aussichtspunkt hochlaufen, aber der Weg führte noch weiter hinauf und vor allem Lyn war motiviert weiterzulaufen. So liefen wir bis zur Spitze, wo wir ganz kurz vor einer Regenwolke noch eine gute Aussicht hatten. Danach waren wir voll in der Wolke drin, daher beeilten wir uns mit dem Abstieg. Ziemlich durchnässt kamen wir beim Auto an. Zum Glück wurde unsere Heizung im Auto schnell warm.
Auf dem Rückweg hielten wir noch kurz bei einem Bergsee ganz in der Nähe. Danach setzte der Regen wieder sehr stark ein, darum fuhren wir nach Jasper in die Stadt zurück und gingen ins Fitness-Center. Dieses war etwas in die Jahre gekommen, für einmal trainieren reichte es aber dennoch.
Ps. Lyn und ich machen hier eine IT-Support Firma auf. Es hat zwar überall Wi-Fi, es funktioniert aber eigentlich nirgends 😉
10.07.2016: Bear Jam
Nach einer eher unruhigen Nacht auf dem Parkplatz fuhren wir gleich als erstes am Morgen in ein gemütliches Diner, um Zmorge zu essen. Wir liessen uns Zeit und nutzten wieder einmal das WLAN ausgiebig. Aber nicht nur wegen dem Internet, sondern auch wegen dem Dauerregen, der draussen tobte.
Nachdem es etwas besserte, fuhren wir zum Maligne Lake (einem Bergsee). Die Strasse dahin ist dafür bekannt, dass man immer wieder mal wilde Tiere sehen kann. Es dauerte tatsächlich nicht lange, bis wir in einen sogenannten Bear Jam (einem Stau wegen einem Bär). Voller Freude kam ein Park Ranger an unser Fenster und kündete eine Bären-Familie an. Die Babies waren in den Bäumen und ein männlicher Bär direkt am Strassenrand. Wir versuchten unser bestes, sie auf den Fotos festzuhalten, was uns aber nur mittelmässig gelang.
Danach fuhren wir zum Lake, wo es erneut stark zu regnen begann. Wir machten es uns daher in unserem Van etwas gemütlich. Als es besserte machten wir eine kurze Wanderung am See entlang.
Auf dem Rückweg sahen wir erneut zwei Wilde Hirsche am Strassenrand. Nach kurzer Weiterfahrt gerieten wir in die nächsten zwei Bären-Staus. Einmal sahen wir einen Bär direkt dem Wald entlang laufen. Leider hatten wir die Kamera nicht bereit.
Unser nächster Stopp war noch bei einem Canyon, wo ein Fluss sehr schön durch die Felsen verläuft. Auch dort machten wir eine kurze Wanderung.
Nun deckten wir uns mit Essen ein und fuhren zum Campingplatz wo wir heute Nacht nun einen Platz erhalten haben. Nach dem Grillen machte Lyns Smores. Guetzli mit Marshmallows und Schoggi 😀 Sehr amerikanisch, aber sehr fein.
09.07.2016: Ankunft in Jasper
Etwas später als geplant standen wir auf und fuhren noch einmal zum Visitor Center von dem Gletscher, gleich neben unserem Zeltplatz. Hauptsächlich um die Toiletten und das fliessende Wasser zu benutzen 😀
Danach fuhren wir weiter auf der berühmt schönen Strasse Richtung Jasper. Auf dem Weg hielten wir wieder sehr oft an. Unter anderem an einem Wasserfall, der uns an den Rheinfall erinnerte.
Gleich bei der Ortseinfahrt bei der Stadt Jasper sahen wir zum ersten Mal richtig wilde Tiere (nebst tausenden Eichhörnchen). Die Elche liefen direkt neben der Strasse durch die Wiese. Danach fuhren wir auf einen Campingplatz, wo wir beim Empfang abgewiesen wurden, da er voll war. Nun fiel uns ein, dass ja Samstag war und anscheinend wieder alle campen wollten.
Wir fuhren ins Städtchen und parkierten unseren Van. Zu Fuss erkundeten wir das Zentrum und gingen in ein paar Läden. Znacht assen wir auf Lyns Wunsch beim Inder 😉 Inzwischen war es spät geworden und auch die Hotels waren sowieso alle ausgebucht. So parkten wir unseren Van auf dem Parkplatz vom Best Western Hotel und übernachteten dort.
08.07.2016: On the Road to Jasper National Park
Noch einmal frühstückten wir in der Bäckerei in Banff. Danach mussten wir unseren Van bis zum Rand volltanken, denn auf dem Weg zum Jasper National Park wird es nicht viele Tankstellen geben. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns vom gemütlichen Städtlein Banff und fuhren los.
Der Weg führte anfänglich über die normale Autobahn. Nach der Abzweigung kamen wir auf den bekannten Highway 93, der die beiden Nationalparks verbindet. Diese Strasse gilt als eine der schönsten der ganzen Welt. Natürlich gab es auch hier wieder jede Menge zu sehen, daher hielten wir sehr oft an. Viele Bergseen, wobei vor allem der eine von oben sehr beeindruckend war. Wir liefen dort sogar an einen noch höheren Punkt, um ihn noch besser sehen zu können. Auf dem Weg entdeckten wir ein kleines Häschen in der Wiese. Martin hätte es am liebsten mitgenommen 😉
Am frühen Abend erreichten wir das Columbia Icefield, einen berühmten Gletscher, der ziemlich genau auf der Hälfte der gesamten Strecke liegt. Wir liefen den Weg hoch zum Anfang des Gletschers. Überall hatte es Schilder wie weit der Gletscher bereits zurückgegangen ist. Da anscheinend zu viele Leute in Gletscherspalten gefallen sind, konnten wir ihn nur aus der Distanz betrachten und schon gar nicht betreten. Den einzigen Weg den Gletscher betreten zu können, ist mit einer Tour, wo man mit einem Pistenfahrzeug hochgefahren wird. Diese ist uns aber zu teuer.
Für die Übernachtung fanden wir einen Campingplatz ganz in der Nähe des Gletschers.
07.07.2016: Sunshine Meadows
Heute schliefen wir gemütlich aus, was nach der strengen Wanderung von gestern dringend nötig war. Nach einem Zmorge aus unserer Camperküche fuhren wir nach Sunshine Village, einem Skigebiet in der Nähe von Banff.
Zu unserer Enttäuschung fährt die Gondel nur am Wochenende, unter der Woche fährt der uralte Schulbus als Shuttle auf den Berg. Die Fahrt war ziemlich holprig. Oben angekommen, gab es eine Schlaufe von 8km, welche man laufen konnte.
Auf dem Weg gab es drei Bergseen zu sehen, diverse schöne Felder (Meadows) und wieder mal sehr schöne Aussichten auf die umliegenden Berge. Immer wieder hielten wir an und machten Fotos. Zum Glück war der Weg ziemlich flach, denn unsere Beine waren sehr müde von gestern. Zum Schluss kamen wir auf einem Aussichtpunkt an, wo man eine 360 Grad Aussicht hatte.
Über die Skipiste liefen wir wieder zurück zur Station, wo gerade der Shuttle Bus bereit war. Nach der holprigen und sehr langsamen Abfahrt waren wir zurück im Tal und fuhren mit dem Auto zurück nach Banff. Wir machten einen kurzen Halt in einem Kaffee und kauften anschliessend Znacht im Supermarkt. Danach fuhren wir zurück zu unserem Campingplatz, wo wir unsere letzte Nacht in Banff verbringen werden.
06.07.2015: Cory Pass
Erneut war sehr unbeständiges Wetter für heute vorausgesagt. Wir gingen daher gemütlich in einer Bäckerei in Banff frühstücken. Gestärkt fuhren wir erneut zum Start der Wanderung, welche wir eigentlich gestern machen wollten. Das Wetter schien gut, so wagten wir es heute. Wieder gab es eine Tafel wo die Wanderung beschrieben wurde: 5.7km ein Weg, 953 Höhenmeter. 5.7km ist für uns langsam ein Spaziergang, aber wie wir beim letzten Mal schmerzlich gelernt hatten, auf die Höhenmeter kommt es an.
Diese hatten es prompt ab km 2 in sich. Der Weg führte praktisch gerade die Wiese hinauf, es war für lange Zeit sehr steil. Völlig schweiss durchnässt erreichten wir eine erste Kuppe. Ab dort war es eine Weile flach, bis wir in ein kleines Tal über Felsen hinuntersteigen mussten. Eine kritische Stelle, mit viel Vorsicht aber gut gemeistert.
Danach sahen wir wo der Weg hinführen sollte. Vor uns zwei riesige Berge, in der Mitte ein Durchgang. Dort war der Pass und somit unser Ziel der Wanderung. Nun ging es sehr lange seitlich dem Berg entlang aufwärts. Auf dem Pass angekommen bot sich eine unglaubliche Aussicht ins Tal zurück. Wir sahen nun jetzt aber auch auf die andere Seite. Siehe Foto von mir (Martin), meine absolute Lieblingsstelle. Diese ist auf 2593 Meter, wo wir von Bergen und Felsen umgeben waren. Die extreme Weite konnten wir nur schwer auf den Bildern festhalten.
Leider begann es genau jetzt leicht zu regnen, so liefen wir zügig die andere Seite des Passes hinunter. Nach kurzer Zeit hellte es zum Glück wieder auf, so konnten wir noch viele Fotos von den Bergen auf der anderen Seite machen. Der Abstieg führte nun ewig lange durch den Wald, bis wir schliesslich um den ganzen Berg rumgelaufen werden. Nach fast fünf Stunden kamen wir ziemlich erschöpft und verschwitzt wieder beim Auto an. Da wir spät gestartet waren, war es bereits 19 Uhr!
Eigentlich wollten wir selber kochen, doch nach der ganzen Anstrengung entschieden wir uns um und gingen in eine Pizzeria. Wir assen Pizza und Salat. Vor allem nutzten wir auch das WLAN im Restaurant, da wir auf den letzten Campingplätzen nie welches hatten.
05.07.2016: Tea-Time in den Bergen
Der Wetterbericht sagte für heute nur am Morgen gutes Wetter voraus, so standen wir früher auf. Wir fuhren zum Start unserer ersten geplanten Wanderung im Banff National Park. Allerdings war der Himmel stark bewölkt und es regnete immer wieder. So mussten wir unser Programm wieder mal ändern und fuhren zum etwas weiter entfernten Ort, Lake Louise.
Der Lake Louise ist ein weiterer, aber sehr bekannter Bergsee im Park. Auch hier fuhren schon am frühen Morgen massenweise Touristen mit ihren Autos auf, oder sie wurden gleich in vollen Cars hin gekarrt. Der See ist wirklich sehr idyllisch, mit einer wunderschönen Berglandschaft im Hintergrund. Eher im Vordergrund am See steht das riesige Chateaux, ein Luxus-Hotel von Fairmont.
Da wir nicht wussten wie lange das Wetter hielt, fackelten wir nicht lange und liefen im Eiltempo den ersten Berg hoch. Eine kurze Wanderung zu einem Tea-House. Der Weg war gut präpariert, daher waren wir nicht die einzigen. Nach 4 km erreichten wir das Restaurant und bestellten einen heissen Tee, welcher uns bei den kühlen Temperaturen gut wärmte.
Da das Wetter besser wurde, beschlossen wir, zum zweiten Tea-House hoch zu laufen, welches 5km entfernt war. Diese Wanderung ist als eine der besten in Kanada bekannt, da man die Rocky Mountains, Gletscher und den Bergsee sehen kann. Am Anfang führte der Weg durch den Wald, dann wurde die Aussicht immer besser.
Beim zweiten Tea-House angekommen, assen wir eine Suppe und tranken wieder Tee. Ein Aussichtspunkt der noch einmal 1.3km entfernt war, wollten wir uns nicht entgehen lassen. Diese 1.3 hatten es wirklich in sich, die Landschaft war einmalig und die Sicht auf den Gletscher sehr gut.
Nun waren wir ganz hinten im Tal angekommen und mussten alles wieder zurück. Wir wählten aber einen anderen Weg, der sehr schön am See entlang führte. Als wir zurück waren, wollten wir uns nun das Chateaux noch von innen ansehen. Sehr eindrücklich, aber eine andere Preisklasse.
Auf dem Rückweg nach Banff hielten wir noch kurz beim Moraine Lake. Einem weiteren Bergsee. Der Regen wurde aber stärker und es war sehr kühl, nach einigen Fotos sprangen wir zurück ins warme Auto.
Am Abend gingen wir noch einmal nach Banff in die Stadt und assen feine Burger.
04.07.2016: Ankunft in Banff
Immer wieder hörten wir es in der Nacht regnen und auch heute Morgen war der Himmel sehr bedeckt. Es war vor allem sehr kühl geworden, wir froren etwas in unserem Camper. Darum liessen wir uns etwas mehr Zeit mit Aufstehen.
Eigentlich wollten wir aber eine sehr lange Wanderung machen. Wir fuhren bis zum Parkplatz wo der Start ist, als erneut starker Regen einsetzte. Wir warteten länger im Auto, als aber auch noch Nebel aufzog, mussten wir unser Tagesprogramm ändern.
Wir nutzten das schlechte Wetter um in den nächsten Park zu fahren, den wohl bekanntesten, Banff National Park. Wir hielten kurz bei einem Aussichtspunkt wo wir das erste Mal die riesigen Berge, die zum Teil auch zu den Rocky Mountains gehören, bestaunten.
Danach fuhren wir ins Stadtzentrum von Banff. Schnell wurde uns klar, Banff ist ein richtig grosser Touristenort, mit jeder Menge Restaurants, Hotels und Shops. Mit Glück fanden wir einen Parkplatz und verschafften uns zu Fuss einen Überblick. Dutzende Touristen tummelten sich die Strassen auf und ab, die Hochsaison scheint begonnen zu haben. Wir mischten uns unter die Massen und gingen ebenfalls in ein paar Läden und in ein Café. Danach checkten wir kurz in unserem Campingplatz am Stradtrand ein und fuhren für das Abendessen gleich wieder in die Stadt zurück.
In einem Steakhouse wollte vor allem Martin seinen Bedarf an Fleisch wieder mal decken, allerdings war nur der Preis von guter Qualität, das Fleisch eher weniger.
03.07.2016: Field, Yoho National Park
Durch ein Klopfen an der Scheibe wurden wir heute geweckt, der Park-Kontrolleur kam pünktlich um 9 Uhr vorbei. Er wies uns darauf hin, dass die Tages-Parkplätze nicht für eine Übernachtung gebraucht werden dürfen. Er hatte aber Verständnis wegen der vielen Leute und nachdem wir die 12 Dollar Gebühr bezahlt hatten sogar noch mehr 😉
Wir fuhren zurück in die Stadt Golden und assen in einem Kaffee ausgiebig Zmorge. Danach fuhren wir nach Field, einem kleinen Dorf, im nächsten Nationalpark Yoho. Im Visitor Center kauften wir vorsorglich einen Bear-Spray (einer Art Pfeffer-Spray um allfällige Bären zu verscheuchen).
Danach fuhren wir zu den nahen Takakkaw Falls, einem riesigen Wasserfall. Aus der Ferne war er sehr schön anzusehen, aus nächster Nähe wehte ein starker Wind, durchmischt mit sehr kaltem Wasser. Wir blieben daher nicht lange in der Nähe.
Heute wollten wir frühzeitig einen Campingplatz ergattern und fuhren daher gleich zu einem ganz in der Nähe des Wasserfalls und registrierten uns. Zum Glück hatte es noch Platz. Anschliessend fuhren wir zu einem See in der Nähe, dem Emerald Lake. Dort hatte es wieder einmal sehr viele Touristen, die wegen dem Bergsee alle völlig aus dem Häuschen waren. Wir liefen einmal um den See rum und betrachteten den ihn von allen Seiten. Nun begann es zu regnen und ich (Martin) bekam Lust auf ein Bier, so retteten wir uns in ein Hotel direkt am See. Zum Glück hatte dieses eine sehr grosse Bar 😉 Wir machten es uns gemütlich und warteten bis der Regen aufhörte. Danach fuhren wir zum Campingplatz zurück und assen Znacht aus unserer Camper-Küche. Inklusive einem Stück Heimat für teure 7 Franken :-S
02.07.2016: Glacier National Park (Kanada, nicht USA)
Wieder knapp vor der obligatorischen Check-Out Zeit verliessen wir den Campingplatz Canyon Hot Springs. Wir fuhren in den Glacier National Park. Diesen gibt es auch in Kanada, nicht nur in den USA. Im Visitor Center kauften wir gleich einen 5-Tages Pass für sämtliche Parks in der Region.
Nun war es schon fast Mittag, wir fuhren daher zügig zum Start der nächsten Wanderung, ganz in der Nähe. Diese hatte den Namen «Glacier Crest» und sollte gemäss der Beschreibung dramatische Aussichten auf die Berge und die Gletscher bieten. Nicht zu vergessen, ein weiteres und sehr wichtiges Detail in der Beschreibung: 950 Höhenmeter gilt es zu überwinden! Dafür ist die Wanderung «nur» 12km lang.
Am Anfang war es schön flach, doch schon bald ging es natürlich aufwärts, bis es schliesslich immer steiler wurde. Nachdem wir eine Kuppe überwunden hatten, merkten wir, dass wir auch noch auf die dahinterliegende Bergspitze aufsteigen mussten. Dieser Teil war sehr steinig und hatte auch öfters mal Schnee, zum Schluss sogar ziemlich viel. Die Aussicht ganz oben war dann echt ziemlich dramatisch, wir waren auf 2000 Meter und die Gletscher ganz nahe. Die Temperatur war ziemlich kühl und es wehte ein gemeiner Wind, so stiegen wir bald wieder hinab. Immerhin, den Abstieg schafften wir ziemlich schnell.
Wir fuhren anschliessend in die nächste grössere Stadt, Golden. Da ja am Freitag ein Feiertag war, hatten die Kanadier ein verlängertes Wochenende und alle wollten anscheinend campen. Wir fanden keinen Campingplatz in der Stadt. Zum Schluss fuhren wir in einen öffentlichen Park, wo es auch Campingplätze gab, die aber auch alle besetzt waren. Wir parkierten unseren Van auf den Tagesparkplätzen, wo auch noch andere Leute ohne Platz unterkamen. Immerhin, der Platz war schön ruhig und direkt am See.
01.07.2016: Canada Day
Heute morgen wurden wir eher unsanft vom Verkehrslärm der Strasse und vom hellen Licht des Sonnenaufgangs geweckt. Wir kletterten wieder mal fast vom Bett auf den Fahrersitz und fuhren nach Kamloops in die Stadt. Dort angekommen, bemerkten wir, dass unser Tankdeckel lose draufgelegt war und uns wohl eine Kleinmenge Benzin fehlte!! Während unserer Übernachtung auf dem Rastplatz musste uns wohl jemand Benzin abgezapft haben. Nicht weiter schlimm und nichts passiert, trotzdem ein leicht beunruhigendes Gefühl im Nachhinein.
Heute ist Canada Day, ein Feiertag, wie etwa der 1. August in der Schweiz. Deshalb waren viele Geschäfte geschlossen. Wir fanden ein hübsches Café und assen gemütlich Zmorge. Danach fuhren wir los und es begann ziemlich stark zu regnen. So behielten wir die Geschwindigkeit bei und hielten nur einmal kurz, um in einem Wal-Mart Esswaren für unseren Kühlschrank zu kaufen.
Der nächste Stopp war dann bereits in Revelstoke, der letzten Stadt vor den Nationalparks. Dort informierten wir uns im Visitor Center über die Parks und nahmen wegen des Regens nochmal einen Kaffee in einer Bäckerei. Danach buchten wir einen Campingplatz und fuhren gleich hin, etwa 30km weiter, nach Canyon Hot Springs. Ein Campingplatz, der über zwei Swimming Pools verfügt. Das Wasser kommt aus den heissen Quellen dieser Region und muss nicht geheizt werden. Wir nahmen ein Bad, das Wasser war in einem Pool sehr warm, im anderen fast schon heiss. Danach grillierten wir noch einmal.
30.06.2016: Joffre Lakes
Etwa eine Minute bevor der Kontrolleur kam, verliessen wir heute unseren Campingplatz in Whistler. Da wir noch Dusch-Münzen hatten, parkten wir einfach kurz um und benutzten die Duschen trotzdem noch 😀
Danach brachen wir auf in Richtung Kamloops, einer Stadt etwa in der Hälfte der Strecke zu den National Parks, welche unser eigentliches Ziel sind. Gleich zu Beginn fuhren wir an einem Lastwagen der weniger Glück hatte (siehe Bilder). Auf dem Weg gibt es aber noch eine sehr beliebte Wanderung, zu den drei Bergseen Joffre Lakes.
Eigentlich hielten wir nur mal kurz an um die Distanzen zu prüfen und zum ersten See zu laufen. Wir beschlossen dann aber, zum mittleren See auch zu wandern. Auf dem Weg stellte sich heraus, dass es ziemlich steil aufwärts geht und die Strecke zum mittleren See eigentlich der strengste Teil ist. Beim zweiten See angekommen, war es zum dritten nur noch einen Katzensprung. So liefen wir gleich durch und kamen nochmal eine halbe Stunde später beim dritten See an. Es hatte sich sehr gelohnt, denn von diesem aus hat man eine wunderbare Sicht auf einen Gletscher gleich oberhalb. Auf dem Rückweg hielten wir noch an den beiden unteren Seen. Beim Auto angekommen, schmerzten die Beine, schon wieder 8.8 km zurückgelegt.
Nun fuhren wir weiter, die Strasse schlängelte sich durch Berge und Täler und bot spektakuläre Aussichten, so dass wir immer wieder mal anhalten mussten!
Inzwischen war es spät geworden und wir noch nicht ganz am Ziel. So hielten wir an einem Rastplatz an einer sehr schönen Lage oberhalb des Sees von Kamloops. Wir ruhten uns wieder mal nur aus, übernachteten nicht dort 😉
29.06.2016: Rainbow Lake
Heute Morgen verlängerten wir unseren Campingplatz in Whistler um eine Nacht. Danach fuhren wir nur eine Viertelstunde, zum Start der Wanderung, welche wir für heute geplant hatten. Diese führte Rainbow Lake, wiederum einem Bergsee. Dieser dient auch als Wasserreservoir für Whistler und liegt in einem Naturschutzgebiet.
Der Weg begann gleich ziemlich steil, danach wurde es etwas flacher. Der grösste Teil führte durch den Wald, über viele kleine Brücken. Gegen den Schluss gab es wieder viele Stellen, die mit Schnee und Matsch bedeckt waren. Nach zwei Stunden und 7.7 zurückgelegten Kilometern erreichten wir den Rainbow Lake. Dieser war auch zu einem grossen Teil mit Schnee bedeckt. Trotzdem herrschten angenehme Temperaturen und wir hatten viel Sonne. Wir genossen die Aussicht ein wenig, da wir aber etwas spät losgelaufen waren, machten wir uns eher bald auf den Rückweg.
Wir mussten natürlich auch dieses Mal die ganzen 7.7km wieder zum Auto zurücklaufen. Unterwegs machten wir einige sehr schöne Fotos von Wasserfällen. Nach wieder fast zwei Stunden kamen wir unten an. Die Füsse schmerzten nach den zwei langen Wanderungen gestern und heute.
Wir fuhren nach Whistler ins Dorf um uns mit einem Ice Tea abzukühlen und etwas Fleisch für unseren neuen (und faltbaren) Grill zu kaufen. Diesen probierten wir auf dem Campingplatz dann sogleich aus. Er bewährte sich und die Spiessli wurden sehr gut.
28.06.2016: Garibaldi Lake
Heute standen wir etwas früher auf, da wir wieder einmal eine Wanderung geplant hatten. Wir verliessen unseren Campingplatz und fuhren eine Viertelstunde zum Start der Wanderung zum Garibaldi Lake, einem Bergsee. Da der Weg 18km hin und zurück war, starteten wir sogleich.
Der Weg war gut präpariert, ging aber stetig aufwärts, zum Teil auch etwas steiler. Wir liefen ein gutes Tempo und machten nur kurz Pause in der Hälfte. Nach bereits etwa 2 Stunden erreichten wir den See. Dieser liegt sehr schön in einem Tal und die Natur ist völlig unberührt. Da es aber einen Campingplatz dort hat, haben wir trotzdem einige Leute auf dem Weg getroffen. Wir frühstückten aus dem Rucksack und genossen die Aussicht auf den See.
Danach mussten wir natürlich die ganzen 9 km wieder zurück laufen. Mit einigen Foto-Stopps liefen wir aber ziemlich zügig hinunter. Mit müden Beinen und Knien vom abwärts laufen kamen wir beim Auto an. Auf dem Weg ins Dorf zurück hielten wir noch beim Brandywine Falls Wasserfall.
Nun fuhren wir zu unserem neuen Campingplatz, welcher auf der anderen Seite, aber sehr nahe von Whistler liegt. Eigentlich ein schöner Platz, jedoch etwas teuer. Dafür haben wir für einmal Strom- und Wasseranschluss direkt am Parkplatz. Immerhin können wir mit dem Strom alle Akkus von unseren Geräten wieder einmal voll laden.
Zum Znacht fuhren wir kurz nach Whistler in ein mongolisches Restaurant. Dort kann man am Buffet den Teller selber zusammenstellen und dem Koch gleich anschliessend beim Braten über die Schulter schauen. War sehr fein.
27.06.2016: Ankunft in Whistler
Heute Morgen verliessen wir Vancouver. Auf dem Weg nach Whistler hielten wir bei den Shannon Falls, einem sehr schönen Wasserfall. Im Park assen wir ein kleines Frühstück aus unserem Camper. Danach liefen wir zum Aussichtspunkt um den Wasserfall genauer anzuschauen und zu fotografieren. Weiter ging die Fahrt nach Whistler. Etwas ausserhalb vom Dorf erreichten wir unseren nächsten Campingplatz und checkten ein. Nach einer kurzen Pause fuhren wir ins Dorf rauf.
Whistler ist ein bekannter Skiort, wo 2010 die Winterolympiade stattgefunden hatte. Wir spazierten durch das Dörfchen, welches sehr gepflegt und schön ist. Überall teure Skihotels, Restaurants und eine Einkaufsmeile mit allen wichtigen Marken. Wir kauften aber nichts, nur Kaffee und Kuchen. Danach fuhren wir zum Campingplatz zurück und machten Znacht in unserer kleinen Küche im Campervan.
26.06.2016: Grouse Mountain
Wir verlängerten unseren Aufenthalt auf dem Campingplatz am Stadtrand von Vancouver. Wir wollten heute noch den Grouse Mountain, eigentlich der Hausberg von Vancouver erkunden. Dieser war zum Glück nur eine Viertelstunde mit dem Auto von unserem Campingplatz entfernt. Es war aber Sonntag und sehr schönes Wetter, daher war allein schon der Parkplatz bei der Seilbahn ziemlich voll. Immerhin hatten wir geplant hinauf zu laufen, sonst hätten wir wohl anstehen müssen. Da der Wanderweg aber ziemlich bekannt ist, war auch auf dem Weg hinauf ziemlich viel los. Der Weg hat 2000 Stufen und 800 Höhenmeter. Mit der Zeit also ganz schön schweisstreibend. Nach etwa 90 Minuten kamen wir ziemlich erschöpft oben an. Immerhin haben wir auf dem Weg nach oben aber einige andere Touristen überholt 😉
Auf dem Berg gab es vieles zu sehen, unter anderem Grizzly Bären, Vögel und viel Aussicht auf die Stadt hinunter. Hinunter wollten wir dann am späteren Nachmittag auch wieder, was aber gar nicht so einfach war, da sich eine riesige Schlange an der Seilbahn gebildet hatte. Zum Glück fuhr diese aber sehr oft und wir kamen nach etwa einer Stunde ins Tal runter.
Wir fuhren nun mit unserem Camper in die Stadt, was auch (Martin) einige Nerven kostete. Es war auch nicht einfach ein geeignetes Parkhaus zu finden, da diese für unseren Van zu niedrig waren! Nach erfolgreichem Suchen gingen wir ins 4D-Kino Fly over Kanada. Dies ist ein Kino, wo sich die Sitze bewegen, die Leinwand 360 Grad ist und man Luft und Regen zu spüren bekommt. Das war ziemlich lustig, ging aber leider nur 9 Minuten! Danach fuhren wir wieder zum Campingplatz und kauften unterwegs kurz Znacht ein. Wieder einmal brauchten wir unsere Camping-Küche im Kofferraum und brutzelten Hamburger. Morgen verlassen wir dann Vancouver.
25.06.2016: Vancouver Stadtbesichtigung
Nach einiger Wartezeit klappte es nun heute mit dem Bus und wir kamen in die Innenstadt. Als erstes fuhren wir gleich nach Granville Island. Dort hat es einen grossen Markt, hauptsächlich mit Essen. Wir verpflegten uns mit allerlei Köstlichkeiten und kauften etwas ein. Mit der lustigen und sehr kleinen Fähre ging es zurück über den Fluss wo wir einen kurzen Stopp am Strand von Vancouver machten.
Nun wollten wir den Stanley Park erkunden, einen riesigen Park im oberen Teil der Stadt. Dazu mieteten wir ein Velo und fuhren los. Der Park hat einen sehr schönen Veloweg am Wasser entlang. Wir umrundeten den Park einmal komplett und hielten unterwegs immer wieder mal an. Am Schluss fuhren wir noch kurz in den Park hinein und gaben die Velos anschliessend wieder ab. Danach ging es zu Fuss weiter zum Stadtteil Gas- und Chinatown. Hier schlenderten wir etwas durch die Gassen. Über die Einkaufsstrasse Robson Street liefen wir zurück ins Zentrum und anschliessend wieder nach Yaletown. In einem Grill-Restaurant assen wir Znacht. Auch der Heimweg zum Zeltplatz klappte mit dem Bus.
24.06.2016: Ankunft Kanada
Heute Morgen verluden wir unseren Camper wieder auf die Fähre von Lopez Island zurück nach Anacortes. Nach einem kurzen Stopp im Drive Thru-Kaffee fuhren wir nach Bellingham, einer kleinen Stadt sehr nahe der Grenze zu Kanada. Dort trafen wir uns mit Lyns Cousine Katie in einem sehr guten Dessert-Restaurant.
Danach fuhren wir direkt weiter Richtung Vancouver. Der Grenzwächter von Kanada stellte zwar ziemlich viele Fragen, war aber eigentlich ganz nett und lies uns einreisen. Nach etwa einer weiteren Stunde Fahrzeit erreichten wir Vancouver. Wir fuhren zu unserem Campingplatz am Stadtrand und richteten uns ein.
Eigentlich wollten wir mit dem Bus nun in die Stadt. Dieser kam jedoch nicht und da es schon Abend war, nahmen wir ein Taxi. Wieder einmal sehr viele Hochhäuser und jede Menge Verkehr und Chaos auf den Strassen. Jedoch erscheint die Stadt ein ganzes Stück netter als Portland und Seattle. Wir liessen uns nach Yaletown chauffieren, einem sehr bekannten Stadtteil wo es viele junge Leute hat und jede Menge Restaurant. Da es Freitagabend war, war auch ganz schön was los. Wir fanden ein schönes Pub und assen Znacht. Danach gingen wir noch in eine Bar und tranken ein Bier. Mit dem Bus zurück klappte wieder nicht, etwas genervt nahmen wir auch für den Rückweg ein Taxi.