USA: California / Oregon / Washington / Lopez Island
23.06.2016: Lopez Island Erkundung
Erst gegen Mittag liehen wir uns ein sehr schönes und altes Auto von Lyns Onkel um die Insel ein wenig zu erkunden. Einen ersten Stopp machten wir beim Shark Reef. Einem kurzen Wanderweg, wo man an die Küste hinunter laufen kann. Wir trafen eine Familie, die begeistert von Seehunden erzählte. Als wir unten ankamen, sahen wir aber leider keinen einzigen.
Den nächsten Stopp machten wir bei der Wanderung zum Iceberg Point. Einem Grenzpunkt der USA zu Kanada. Wir verfehlten allerdings den Start des Wanderwegs und mussten darum (wieder einmal)ein Privatgrundstück-Schild übersehen um den Weg zu finden. Dieser führte nun sehr schön entlang der Küste, bis wir schliesslich beim Iceberg Point ankamen. Das Wetter war bewölkt und eher etwas kalt und nass. Trotzdem waren wir fast zwei Stunden unterwegs. Zum Schluss erkundeten wir noch das kleine Dorfzentrum und kauften Znacht ein. Unter anderem das beste Brot, welches wir auf unserer gesamten Reise je gegessen haben.
22.06.2016: Lopez Island
Langsam gewöhnten wir uns ans Schlafen in unserem Camper und schliefen heute sogar etwas aus. Nach einem selber zubereiteten Frühstück auf dem Campingplatz fuhren wir los nach Lopez Island. Einer Insel in der Nähe von Vancouver, wo Lyns Onkel wohnt. Unterwegs hielten wir noch in einem der unendlich vielen Shopping-Centern an der Autobahn.
Danach fuhren wir nach Anacortes, wo unser Campervan auf die Fähre verladen werden musste. Die Fähre ist ziemlich gross und es dauerte einige Zeit, bis sie voll beladen und startklar war. Wir gingen nach oben aufs Deck um die Aussicht und die frische (und sehr kalte) Seeluft zu geniessen. Nach 40minütiger Fahrt kamen wir an. Die Insel ist sehr klein und wir konnten sie mit dem Auto fast in 20 Minuten umrunden! Danach fuhren wir zu Lyns Onkel wo wir bis Freitag bleiben.
21.06.2016: Seattle
Google Maps meinte heute Morgen, die Fahrt von Portland nach Seattle dauert nur 3 Stunden, wie sich aber rausstellen sollte, dauerte die Fahrt um einiges länger. Unterwegs hielten wir in einem lustigen Restaurant und tranken Kaffee um uns wach zu halten.
Unser Ziel war ein Campingplatz am Stadtrand von Seattle, welchen wir am späteren Nachmittag erreichten. Unseren Van wollten wir nicht ins Zentrum von Seattle fahren, ab hier ging es also mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiter. Mit dem Bus zum Flughafen und von dort mit dem Zug in die Innenstadt. Sobald wir ausstiegen und das Verkehrs-Chaos sahen, wussten wir, dass sich die lange Zugfahrt gelohnt hatte. Seattle ist eine Grossstadt mit extrem vielen Leuten und Trubel, was vor allem Martin, beeindruckte. Wir gingen an einen Fisch und Blumen Markt, welcher aber leider gerade dabei war zu schliessen.
Wir liefen ziemlich viele Blocks weiter, zur Space Needle. Dem sehr bekannten Turm, welchen man auf jedem Bild von Seattle sieht. Trotz des hohen Preises fuhren wir mit dem Lift hoch um die Aussicht über die Stadt zu geniessen. Sehr schön, aber das Geld nur knapp wert. Nach kurzen Orientierungsschwierigkeiten fanden wir ein Steakhouse um Znacht zu essen. Nun mussten wir noch die endlos lange Zugfahrt nach Hause zum Zeltplatz in Angriff nehmen.
20.06.2016: Crater Lake und Portland
Nach einer ehen kalten Nacht im Crater Lake Campground fuhren wir am Morgen gleich hoch zum Crater Lake. Als wir das erste Mal über die Kante den See sahen, staunten wir nicht schlecht. Das Wasser ist unglaublich blau und klar. Zudem hatte es überall noch Schnee, zum Teil sogar sehr hoch. Trotzdem war die Temperatur an der Sonne inzwischen angenehm.
Wir wollten eine kurze Wanderung machen, zu einer erhöhten Stelle. Anfänglich war der Weg noch ziemlich gut, später hatte es immer mehr Schnee. Wir trafen auf eine ziemlich steile Stelle, die mit Schnee bedeckt war, welche wir überqueren mussten. Das war ziemlich furchteinflössend, da man einfach abrutschen hätte können. Oben angekommen, hatte es noch mehr Schnee. Wir beschlossen hier umzukehren. Die schräge Stelle im Schnee wieder zurück zu klettern, war noch schlimmer. Wir waren froh, heil auf der anderen Seite angekommen zu sein. Die anderen Wanderungen und Strassen waren wegen des vielen Schnees geschlossen, so machten wir uns auf in Richtung Portland.
Nach fast vierstündiger Fahrt kamen wir in der Stadt an. Wir nahmen das Tram um uns einen Überlick zu verschaffen. In Zentrum angekommen, waren viele Geschäfte geschlossen und es war fast nichts los. Warum konnten wir uns nicht erklären. Schlussendlich landeten wir in einem Pub und assen Hamburger zum Znacht und tranken ein Bier. Da anscheinend sämtliche Zeltplätze in der Nähe nach 18 Uhr nicht mehr erreichbar waren, entschieden wir uns kurzfristig für ein Motel am Stadtrand.
19.06.2016: Fahren, fahren, fahren…
Am Morgen sprangen wir quasi vom Bett auf den Fahrersitz und fuhren gleich los. Unterwegs bogen wir einmal kurz ab, um ein Stück der Avenue of the Giants zu fahren. Dies ist eine Strasse, welche dem Highway entlang führt, wo man immer wieder anhalten kann und verschiedenste Sachen anschauen kann, hauptsächlich sehr sehr grosse und hohe Bäume.
Nach etwa 4 Stunden erreichten wir nun endlich die Stadt Eureka, wo wir Zmittag assen und das erst Mal unseren kleinen Kühlschrank im Camper mit Esswaren auffüllten.
Wir fuhren weiter nach Crescent City wo wir bereits wieder tanken mussten. Unser Gefährt ist leider nicht so benzinsparend, wie es uns verkauft wurde. Danach das Gaspedal weit nach unten, den wir hatten noch einen weiten Weg vor uns.
Nun fuhren wir auf der Interstate in Richtung Crater Lake. Einem Nationalpark mit einem See der sich in einem Vulkankrater befindet, dem tiefsten See der USA. Nach weiteren 6 Stunden erreichten wir diesen endlich. Wir checkten nun in den Campingplatz ein, welcher zum Glück noch Platz hatte. Wir suchten uns ein schönes Plätzchen und schlugen unser Lager auf. Wir kochten in unserer kleinen Küche unsere erste Mahlzeit, Hot Dogs mit Salat. Nach dem Essen mussten wir sehr genau aufräumen und alles versorgen, da es sonst Bären anlocken könnte. Wahrscheinlichkeit gering, aber man weiss ja nie 😉 Da es hier sehr kalt ist, krochen wir anschliessend ziemlich bald im Auto gleich unter die Decke.
18.06.2016: Aufbruchstimmung mit dem Camper
Wir haben noch etwas ausgeschlafen und geduscht, danach sind wir von Lyns Grossmutter aus mit dem Camper gestartet. Wir wählten als Route den den berühmten Highway 1, welcher sehr schön am Meer entlang führt. Weit kamen wir aber nicht, erst fuhren wir in einen Stau. Danach erreichten wir den Highway 1, fuhr (Martin) etwa 20 Minuten, als wir plötzlich die Polizeisirene im Rückspiegel sahen. Erst dachten wir es sei nur eine Kontrolle, der Herr Polizist meinte aber, wir seien mit 45 Meilen durch ein Dorf mit 25 Meilen-Begrenzung gerast. Dies war mir aber (jetzt echt) nicht aufgefallen. Bei der Kontrolle des Schweizer Führerscheins schaute der Polizist ziemlich verdutzt und lachte nur. Zu unserem Glück war er sehr nett und drückte ein sehr grosses Auge zu, weil wir aus der Schweiz sind und sowieso erst ein Tag unterwegs sind. So wie er klang, hätte er mir aber den Führerschein wegnehmen müssen! Uff, soweit so gut, nicht mal eine Busse, es konnte also (nun etwas gemütlicher) weiter gehen.
Wir hielten einige Male an und machten Fotos von der Küste. Unser Ziel war eigentlich die Stadt Eureka, als es aber bereits 18 Uhr war, mussten wir uns ein anderes Ziel setzen. Wir entschieden uns also für eine näher gelegene Stadt als unser Tagesziel, Fort Bragg. Nach langer Fahrt dort angekommen, schauten wir um ca. 21 Uhr noch kurz den Sonnenuntergang und assen Znacht im Denny’s (einer Restaurant-Kette, fast wie Fast-Food, nur etwas besser und nahrhafter). Inzwischen war es spät geworden und die Campingplätze waren alle ausgebucht. Nach zwei vergeblichen Versuchen fanden wir einen schönen Platz am Meer, wo noch andere Camper standen. Dort übernachteten wir schliesslich, mehr oder weniger inoffiziell (1. Hatte es keine Verbotstafel, 2. Haben wir nicht übernachtet, sondern uns nur ausgeruht und 3. Waren noch einige andere Camper dort)
Unser Camper hat sich aber bewährt, das Bett ist bequem und das Auto sehr geräumig (Bilder vom Camper-Inneren folgen).
17.06.2016: Camper-Abholung und erste Fahrt
Wir schliefen wunderbar aus in unserem Kingsize-Bett im Airport Hotel. Danach beschlossen wir, dass es wohl am einfachsten ist, mit unserem Gepäck ein Taxi in die Stadt zu nehmen. Dieses kostete dann zwar 55 Dollar :-S Die Camper-Firma hatte einen temporäres Büro und Garage unter einer Highway-Brücke, weshalb die Abholung etwas lustig war. Trotzdem klappte alles gut und der Camper wurde uns ausführlich erklärt. Er hat eine lustige (nicht unbedingt professionelle) Lackierung und ist mit Küche, Tisch und Bett ausgestattet.
Mit dem gewöhnungsbedürftig grossen Auto versuchten wir nun unseren Weg aus der Stadt und vor allem aus dem extremen Verkehrs-Chaos in San Francisco zu finden. Ich (Martin) freute mich, dass die Strecke gleich über die Golden Gate Bridge führte. Zu meiner Enttäuschung war diese aber in dichten Nebel gehüllt und man konnte überhaupt nichts sehen. Nicht so schlimm, wir kommen ja noch einmal zurück. Am Ende des Tages kamen wir etwas ausserhalb von San Francisco bei Lyns Grossmutter an, wo wir die heutige Nacht verbringen. Morgen machen wir uns dann auf den Weg in Richtung Kanada.